Informationen zur Hovawart - Zucht

Der RZV legt großen Wert auf die Zucht von Hovawarten, die durch Gesundheit, Wesenssicherheit, Schönheit aber auch Leistungsbereitschaft ihren Besitzern Freude bereiten.

Diese anspruchsvollen Zuchtziele können nur durch unsere strengen Zuchtbestimmungen erreicht werden, die schon seit vielen Jahren das Zuchtgeschehen im RZV regeln.

Ein herausragendes Beispiel ist die Bekämpfung der genetisch bedingten Hüftgelenksdysplasie (HD)
Im RZV für Hovawart-Hunde e.V. ist das Röntgen auf HD seit über 30 Jahren Pflicht für alle bilderwelpenliste0026Zuchthunde. Die ältesten HD-Ergebnisse reichen in das Jahr 1955 zurück.

Es wird nur mit Hunden gezüchtet, die HD frei  (A1, A2 oder B1, B2 (Übergangsform)) sind
In der Tiermedizin bedeutet HD frei oder Übergangsform frei von jeglicher Erkrankung der Hüften. Der Zusatz 1 oder 2 ist eine nochmals feinere Unterscheidung für die Beschreibung des Röntgenbefundes, der zentral von einem Gutachter der GRSK (Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V) mit Hilfe modernster Auswertungsmethoden angefertigt wird.

So konnte die Erkrankung im Laufe der Jahre auf ein verschwindend geringes Maß zurück gedrängt werden. Mittlerweile gilt der RZV nicht nur rasseübergreifend sondern auch weltweit als Vorbild im Kampf gegen die Hüftgelenksdysplasie.

Seitdem uns die EDV-Technik zur Verfügung steht, wird im RZV die gesamte Zuchtplanung durch ein Computer-Programm unterstützt, welches der Zuchtwertschätzung dient. Das heißt, unsere Zuchtwarte wie auch die einzelnen Züchter sind so in der Lage, durch das laufend eingepflegte Datenmaterial die geplanten Verpaarungen im Hinblick auf Chancen und Risiken besser einzuschätzen.

Aber auch Krankheiten, die erst in der jüngeren Vergangenheit in Erscheinung traten werden in der Vereinsdatenbank konsequent protokolliert. Jeder Besitzer eines Hovawart und jeder Züchter kann dem Verband eine Erkrankung oder auch den Tod seines Hundes melden- somit werden zugleich auch besonders langlebige Linien erfasst. Mitglieder des mit RZV Hovawarten können bei bestimmten Erkrankungen ihres Hundes Unterstützung aus dem Solidaritätsfond erhalten. Der RZV hat die weltweit größte Datenbank über Hovawarte, die mit verlässlichen Abstammungsnachweisen bis ins das Jahr 1924 reicht und rund 75.000 Hunde beinhaltet.

Jeder Hund braucht einen Namen und ein Rassehund bekommt einen Vornamen und einen Nachnamen auch „Zwingername“ genannt. Das ist eine altmodische und etwas unglückliche Bezeichnung und bedeutet keinesfalls, dass die Elterntiere und die Welpen in Zwingern leben.
Der Züchter sucht sich diesen „Zwingernamen“ aus und lässt ihn schützen. Er ist also mit dem Züchter und seiner Aufzuchtstätte und nicht mit den Zuchthunden verbunden. In Ausnahmefällen kann der Zwingernamen innerhalb der Familie oder an Freunde weitergegeben werden.
Die Vornamen eines Wurfes beginnen alle mit dem gleichen Buchstaben im Alphabet. Jeder Züchter beginnt mit dem Buchstaben „A“ und geht dann weiter im Alphabet, wobei es völlig unerheblich ist, ob mit der gleichen Hündin gezüchtet wird. Viele Züchter haben so viel Freude am Züchten, dass sie über lange Jahre mit immer neuen, gut kontrollierten Hündinnen züchten.
Die Zuchtverwendung einer Hündin obliegt sehr strengen Bestimmungen und ist deshalb auch sehr begrenzt.

Unsere Hovawarte gibt es in drei Farbschlägen: blond (b), schwarzmarken (sm) und schwarz (s).
Aus fast allen Verpaarungen können auch wieder alle drei Farben hervorgehen.
Mit zwei Ausnahmen: blond x blond ergibt nur blonde Welpen und schwarzmarken x schwarzmarken nur blonde und schwarzmarkene.
Also können aus einer schwarz x schwarz Paarung auch blonde Welpen hervorgehen, genauso wie aus einer schwarz x schwarzmarken Paarung.
Ebenso kann eine blond x schwarzmarken Paarung schwarze Welpen ergeben und bei einer blond x schwarz Paarung können auch schwarzmarkene Welpen geboren werden.

Allen unseren Hunden wird in ihrer Ahnentafel eine Zuchtbuchnummer zugeordnet. Die Nummerierung ist seit Gründung des Vereins fortlaufend und einzigartig für jeden Hund. Sie umfasst eine fünfstellige Lebendnummer und die letzten zwei Zahlen des Geburtsjahres (00000-00).
Bis vor kurzem wurden alle Hunde mit den letzten vier Zahlen der Lebendnummer im rechten Ohr und den beiden Jahreszahlen im linken Ohr tätowiert. Zwischenzeitlich ist der Chip zur Pflicht geworden.

Viele unserer Zuchthunde haben die Begleithundeprüfung (BH) abgelegt. Sie ist eine Überprüfung des Gehorsams und gleichzeitig auch der Sozialisierung und Unbedenklichkeit des Hundes. Zudem ist sie Voraussetzung für weiterführende Prüfungen in allen Bereichen.

Bei der Ausdauerprüfung (AD) läuft der Hund 20 km am Fahrrad auf geeigneten Wegen in angemessenem Tempo. Die Prüfung wird von zwei Pausen mit Tierarztkontrollen unterbrochen und mit einer kleinen Gehorsamkeitsübung abgeschlossen.
 

Es gibt drei verschiedene Zuchtklassen im RZV:

Standardzucht:

Für die Standardzucht sind keine Arbeitsprüfungen der Elterntiere erforderlich.

 

Leistungszucht:

Beide Elternteile mindestens VPG 1 oder IPO 1 (in C mind. 80 Punkte)

oder

Ein Elternteil mindestens VPG 1 oder IPO 1 (in C mind. 80 Punkte) und mindestens drei von vier Großeltern (der Welpen)mit mindestens VPG 1 oder IPO 1

Gebrauchszucht:

Beide Elternteile mindestens eine der folgenden Voraussetzungen:

Fährtenhundprüfung 2 (FH 2) oder

Obedience Klasse 2 (OB 2) oder

THS Vierkampf 3 oder

Rettungshundeprüfung (Fläche, Trümmer, Lawine oder Wasser) oder

VPG 1 oder IPO 1 (in C mind. 80 Punkte)

Sämtliche zuchtrelevanten Überprüfungen sind für alle Elterntiere aber gleich. 
Das bedeutet, dass alle Welpen die gleichen Grundvoraussetzungen mitbringen und es die Sache ihrer „Menschen“ ist, wie die Hunde gefördert und ausgebildet werden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 20. September 2015 um 19:36 Uhr